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Ostberlin 2 – Westberlin 1
von news flash (ps)
Donnerstag - 19 Apr 2018 7:26     views:6692
Während der BFC Dynamo in der Regionalliga auf die Vizemeisterschaft zusteuert, befindet sich Tennis Borussia Berlin noch mitten im Aufstiegsrennen und sitzt Optik Rathenow hart im Nacken. Viele Experten sprachen daher bereits im Vorfeld von einem vorweggenommenen Finale und sie sollten Recht behalten.
 
Bei herrlichstem Frühlingswetter hatten sich zahlreiche Fans beider Mannschaften auf den Weg in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gemacht und sie bekamen einen packenden Pokalfight zu sehen.
 
In der 6. Spielminute setzte Adomah das Leder nach einer Cubukcu-Ecke knapp neben das Gehäuse. Und der BFC blieb weiter am Drücker. In der 13. Minute scheiterte Steinborn in aussichtsreicher Position an Ex-BFCer Flauder im Kasten von TeBe. Im direkten Gegenzug hatte aber auch TeBe eine gute Kopfballchance. Nur drei Minuten später tankte sich Breustedt bis zur Grundlinie durch, fand im Rückraum Okoronkwo, dessen Schuss aber eine leichte Beute für Flauder wurde.
 
Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und TeBe wusste spielerisch zu gefallen. Ein Klassenunterschied war zu keinem Zeitpunkt erkennbar.
 
In der 57. Spielminute konterte der BFC im eigenen Stadion, Steinborn vertändelte den Ball aber in aussichtsreicher Position. Sieben Minuten später war es endlich soweit. Al-Azzawe markierte aus dem Getümmel heraus das 1:0 nachdem Flauder eine verunglückte Flanke von Cepni über die Latte zur Ecke geklärt hatte.
 
In der 71. Spielminute fuhr TeBe einen gefährlichen Konter. Adomah konnte aber in höchster Not retten. Der nächste BFC-Angriff brachte dann die Vorentscheidung. Breustedt spielte einen genialen Pass auf Steinborn, der frei vor Flauder die Nerven behielt und zum 2:0 einnetzte (72.).
 
In der 79. Spielminute hätte Steinborn nach einem starken Pass des eingewechselten Rabiegas eigentlich das 3:0 machen müssen, jagte den Ball aber in den Abendhimmel. Auf der Gegenseite machte es der Ex-BFCer Schmuck nur zwei Minuten später besser und konnte aus Nahdistanz auf 2:1 verkürzen (81.)
 
TeBe setzte jetzt alles auf eine Karte und blies zur Schlussoffensive. In der 85. Spielminute ging ein Schuss eines TeBe-Spielers ans Außennetz. Der BFC versuchte die Führung ins Ziel zu bringen. Malembana und Breustedt konnten zwei brenzlige Situationen entschärfen.
 
Ungläubiges Staunen rief dann die angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten hervor. Der Schiedsrichter konnte von der Partie offensichtlich nicht genug bekommen, anders war dies nicht zu erklären. In der 93. Spielminute hielt Hendl mit einer starken Fußabwehr gegen Rockenbach den Sieg fest. Und kurz darauf war endlich Schluss. Der Jubel kannte keine Grenzen.
 
Gästetrainer Brdaric monierte in der anschließenden Pressekonferenz ein angebliches Handspiel vor dem 0:1 aus seiner Sicht, zeigte sich aber ansonsten als guter Verlierer und wünschte dem BFC alles Gute im Finale.
 
BFC-Trainer Rydlewicz meinte, dass TeBe eine gute Mannschaft habe, die in der Regionalliga unter den besten 5-6 Teams liegen dürfte und wünschte dem heutigen Gegner viel Erfolg im Aufstiegsrennen.
 
Am 21. Mai wartet im Pokalfinale der Berlinligist Berliner SC, der in der Verlängerung gegen Eintracht Mahlsdorf mit 3:2 die Oberhand behielt.
 
Statistik:

BFC Dynamo: Bernhard Hendl - Marcel Rausch, David Malembana, Francis Adomah, Ugurtan Cepni - David Kamm Al-Azzawe, Bilal Cubukcu - Björn Lambach, Otis Breustedt, Solomon Okoronkwo (62. Vincent Rabiega) - Matthias Steinborn (90. Rafael Brand)
 
Trainer: René Rydlewicz
 
Tennis Borussia Berlin: Stephan Flauder - Maximilian Stahl (76. Hignio Mecha), Thomas Franke, Sefa Kahraman, Nicolai Matt - Iyad Al-Khalaf, Rifat Gelici (76. Tino Schmunck), Alexander Schmitt, Kevin Kruschke - Thiago Rockenbach da Silva, Karim Benyamina

Trainer: Thomas Brdaric
 
Tore: 1:0 David Kamm Al-Azzawe (64.), 2:0 Matthias Steinborn (72.), 2:1 Tino Schmunck (81.)
 
Schiedsrichter/in: Christoph Beblik - Assistenten: Dominic  Kobudzinski, Tim David Horacek
 
Zuschauer: 1.816 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
 
Gelbe Karte: Björn Lambach, Francis Adomah, Ugurtan Cepni, Vincent Rabiega / Karim Benyamina, Thiago Rockenback da Silva, Alexander Schmitt

Fotos vom Spiel http://photo-shop.bfc.com/gallery.php?mode=gallery&id=197&page=1