VSG Altglienicke: Zwischen Genie und Wahnsinn
von news flash (ps)
Donnerstag - 19 Mrz 2026
18:00
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Die Suche hat endlich ein Ende. Mit dem Gang ins Brandenburger Fußball-Exil hat die VSG Altglienicke zumindest in der Stadionfrage Berlin den Rücken gekehrt. Der Mehrspartenverein aus dem Bezirk Treptow-Köpenick profitiert dabei vom fußballerischen Vakuum in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landkreises Oder-Spree, das seit dem Abstieg des FSV Union 1919 in die Brandenburgliga in Fürstenwalde vorherrscht. Nach den teils trostlosen Gastspielen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, im Stadion auf dem Wurfplatz und im Hans-Zoschke-Stadion hat die Volkssport Gemeinschaft endlich einen Standort gefunden, an dem sie nicht nur "geduldet" ist. Die stetig steigenden Zuschauerzahlen sind zudem Beleg dafür, dass die VSG Altglienicke endlich eine sportliche Heimat gefunden hat und mit der Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten beim Publikum ankommt. Anders als am Standort an der Köpenicker Landstraße ist die Entwicklung der Stadion-Infrastruktur in der Spree-Arena sofort für jedermann sichtbar, denn mit dem alten Dach der Haupttribüne der Alten Försterei wurde das reine Fußballstadion deutlich aufgewertet. Aufgewertet wurde in der Winterpause auch noch einmal der ohnehin schon gut besetzte Kader der "Neu-Brandenburger", wobei drei Abgängen gleich fünf Neuzugänge gegenüberstehen. Die Eingewöhnungsphase scheint jedoch länger als geplant zu dauern, denn im Fußballjahr 2026 läuft es noch nicht ganz rund. Die Bilanz: Ganze drei Punkte konnten aus den bisher absolvierten fünf Partien auf der Habenseite verbucht werden, ein krasser Kontrast zur erfolgreichen Hinrunde, die mit einem 4. Tabellenplatz abgeschlossen wurde. Einem 2:2 beim FSV Zwickau folgte ein torloses Remis beim FC Carl Zeiss Jena, doch bei den deutlichen Niederlagen beim ZFC Meuselwitz (0:4) und im Heimspiel gegen den FSV 63 Luckenwalde (0:2) blieb die Mannschaft deutlich hinter den Erwartungen zurück. Sinnbildlich gesprochen, wirkt die VSG Altglienicke wie ein begnadeter Künstler zwischen Genie und Wahnsinn. Erst wenn das Kunstwerk fertig ist, weiß der Experte ob es ein Meisterwerk oder doch eher Nippes geworden ist. Kurzum der Fußball ist und bleibt unberechenbar!