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2021 - Abschiede, Triumphe und Flutlichtpremiere
von news flash (ps)
Freitag - 31 Dez 2021 15:00     views:1044


Nur noch wenige Stunden, dann liegt das Jahr 2021 hinter uns. Ein Jahr voller Abschiede, Triumphe und einer nie erwarteten Flutlichtpremiere.
 
Still und leise musste der BFC Dynamo vom Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Abschied nehmen. Der 3:0-Heimsieg im Bezirksderby gegen den SV Lichtenberg 47 im Oktober 2020 sollte corona-bedingt der letzte Auftritt unserer Mannschaft werden. Zum Jahresende 2020 erlosch die Betriebserlaubnis der altehrwürdigen Arena, die große Spiele unseres BFC Dynamo gesehen hat.
 
Das neue Jahr war nur wenige Stunden alt, da vermeldete der BFC Dynamo den Wechsel von Lucas Brumme zum SV Wehen Wiesbaden. Seine guten Leistungen im weinroten Trikot waren die beste Bewerbung für den nächsten Karriereschritt. Seit seinem Wechsel absolvierte "Lucky" insgesamt 27 Drittligapartien und erzielte dabei einen Treffer. 
 
Knapp drei Wochen später erschütterte eine Hiobsbotschaft die BFC-Gemeinschaft. Peter "Trio" Giese verstarb am 23. Januar plötzlich und unerwartet im Alter von nur 54 Jahren. Mit viel Akribie führte er Statistiken rund um den BFC und gratulierte längst vergessenen Spielern und Funktionären auf seiner Homepage zum Geburtstag. Jahrelang dokumentierte er zudem das Vereinsgeschehen mit seiner Kamera und beglückte mit zahlreichen Fotos die Fans unseres Vereins. Trio, ruhe in Frieden.
 
Der Spielbetrieb der Regionalliga Nordost ruhte weiterhin corona-bedingt. Für die Verantwortlichen kein Grund zum Ausruhen, fleißig wurden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. So konnte am 21. März die Rückkehr des BFC Dynamo ins heimische Sportforum verkündet werden. Am 1. April stieß der BFC Dynamo erneut auf Edelmetall. Bei der Überprüfung der Qualitätsstandards durch den Berliner Fußball-Verband wurde der BFC für die Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 mit dem Gütesiegel in Gold belohnt. Bereits im Jahr 2018 gab es die goldene Auszeichnung für unseren Verein, nachdem es in den Vorjahren (2017 und 2016) jeweils Silber gab.
 
Am 18. April verkündete der Nordostdeutsche Fußballverband offiziell den Saisonabbruch in seinen Spielklassen. Elf Siege aus elf Partien sollten dem FC Viktoria 1889 Berlin am Ende für den Platz an der Sonne und den damit verbundenen Aufstieg in die 3. Liga reichen. Mehr Diskussionen gab es nur bei der Stadionfrage. Wo wird der Aufsteiger seine Heimspiele absolvieren? Im Olympiastadion? Im Mommsenstadion? Im Poststadion? Oder mit einer Sondergenehmigung sogar im Stadion Lichterfelde? Alles falsch, am Ende wurde der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark reaktiviert und dient seitdem den Himmelblauen als Heimspielstätte. Vom verkündeten Saisonabbruch sollte auch die U19 unseres BFC Dynamo profitieren, erneut konnte die Spielklasse gehalten werden. Doch damit noch nicht genug gute Nachrichten. Ende April verlängerten der BFC Dynamo und Trainer Christian Benbennek die gemeinsame Zusammenarbeit. Der Fußball schreibt manchmal kuriose Geschichten. Ein Kapitel davon ist auch Christian Benbennek gewidmet, denn bisher er durfte noch keine Saison auf der Trainerbank des BFC Dynamo regulär beenden. Und obwohl der 1. FC Lokomotive Leipzig und der VfB Auerbach in den beiden Spielzeiten seiner bisherigen Amtszeit ebenfalls in der Regionalliga Nordost an den Start gingen, fuhr er noch nie mit seiner Mannschaft ins Bruno-Plache-Stadion oder ins ferne VfB-Stadion. Doch der April hatte noch eine Überraschung in petto haben. In Rekordzeit wurde das moderne LED-Flutlicht aus dem Jahn-Sportpark im Sportforum installiert. Flutlichtspiele im Sportforum, davon hätte doch niemand ernsthaft geträumt, oder? Aber Wunder gibt es immer wieder - es hätte auch nie jemand für möglich gehalten, dass der BFC ein Pflichtspiel im Olympiastadion austragen oder mehr als 1.000 Fans ein virtuelles Spiel live auf BFC-TV verfolgen würden.
 
Wer hätte zudem gedacht, dass in der Saison 2020/21 überhaupt noch einmal der Ball rollen würde? Die im Wettbewerb verbliebenen Regionalligisten sollten den Sieger des Berliner Landespokals und somit den Teilnehmer am DFB-Pokal ausspielen. Im Halbfinale sollte der BFC Dynamo auf den zukünftigen Drittligisten Viktoria treffen. Keine leichte Aufgabe, wenn man die Abgänge von Brumme, Förster und Garbuschewski berücksichtigt. Sensationell fegte unsere Mannschaft den Gastgeber mit 3:0 aus dem Stadion Lichterfelde und zog so eindrucksvoll ins Finale ein. Nur eine Woche später setzte unsere Mannschaft dem ganzen noch die Krone auf und gewann durch Tore von Andreas Pollasch und Matthias Steinborn gegen den Berliner AK 07 mit 2:1. Ein packendes Finale, dass corona-bedingt leider unter Ausschluß der Öffentlichkeit ausgetragen werden musste. Auch für die U15 sollte es noch einen Grund zum Jubeln geben, denn der gute Saisonstart sollte schließlich mit dem Aufstieg in die Regionalliga belohnt werden. Vier Spiele, vier Siege, Platz 1.
 
Anfang Juni wurde die neue "alte" Spielstätte vom Wildwuchs befreit und die Traversen erneuert. Der Grundstein einer neuen Leidenschaft. Die Verantwortlichen machten ihre Hausaufgaben und sorgten für grandiose Überraschungen. FCM-Legende Christian Beck konnte als Neuzugang verpflichtet werden und sollte der Offensive zu mehr Durchschlagskraft verhelfen. Seine bisherige Bilanz: 15 Treffer. Doch Fußball ist bekanntlich ein Mannschaftssport. Mit ordentlich viel Schwung startete der BFC in die neue Saison und gewann zum Saisonauftakt beim 1. FC Lokomotive Leipzig mit 4:1-Toren. Nur wenige Tage später folgte die Flutlichtpremiere im heimischen Sportforum - Dramatik pur und ein Last-Minute-Sieg unseres BFC Dynamo. Die Nachspielzeit rann langsam dahin und mit dem letzten Ball köpfte Andor Bolyki den BFC zum Sieg und die Fans in den siebten Himmel. Die liebevoll restaurierte Anzeigetafel dokumentierte einen 2:1-Heimsieg. Was für ein Saisonstart. Der BFC auf Wolke 7, auch die 0:6-Niederlage im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart tat dem ganzen keinen Abbruch. Bis zum Schluß spielte unsere Mannschaft nach vorne und wollte den Ehrentreffer erzielen. Die Fans feierten ihr Team und bedankten sich für den leidenschaftlichen Pokalfight. Ob der Pokalfluch noch einmal zuschlägt und  die Schwaben zurück in die 2. Bundesliga führen wird? 
 
Leidenschaft und Einsatz bis zur letzten Minute. Eigenschaften, die sich gleich mehrfach in Punkte ummünzen ließ. Verletzungsbedingte Ausfälle stellten Trainer Christian Benbennek dabei immer wieder vor neue Rätsel, doch irgendwie konnte die Mannschaft immer wieder überraschen und die Ausfälle kompensieren. Bis zu acht Stammspieler fielen zeitweise aus, doch hier steht eine Einheit auf dem Platz, die von den Fans von Erfolg zu Erfolg getragen wird. Nur beim überraschenden Pokalaus bei den Füchsen konnte der späte Gegentreffer nicht mehr egalisiert werden. In der Regionalliga Nordost sprüht unsere Mannschaft weiter vor Spielwitz. Der Lohn: Die Herbstmeisterschaft und nach 22 Spieltagen Platz 1. 49 Punkte stehen auf der Habenseite, 54 erzielte Treffer bedeuten zudem Liga-Bestwert. Insgesamt eine gute Ausgangslage für die verbliebenen 16 Spieltage. Eine Menge Arbeit liegt noch vor uns, auf in ein erfolgreiches Jahr 2022. Bleibt gesund, auf gehts weinrot-weiße Jungs!